Berberteppiche

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Geschichte und Herstellung eines Berberteppichs

Jede Teppichart hat ihre Geschichte. Ein wichtiger Vertreter, der aus dem nordafrikanischen Raum stammt und aus der Teppichkultur nicht wegzudenken ist, ist der Berberteppich. Diese spezielle Bezeichnung eines Orientteppichs hat seine eigenen besonderen Merkmale. Vertreten sind Sie in Stoff, Motiven und Farben. Wir möchten Sie mit auf eine Reise nehmen, die sich mit der Geschichte, Herstellung und natürlich auch der Stilfrage befasst. Schließlich erhalten Sie einen Überblick zur modernen Sichtweise auf Berberteppiche und ihrer Pflege. Wir zeigen Ihnen, dass für uns solch ein Teppich nicht nur ein nützlicher Bodenbelag ist, sondern ein ganzes Lebensgefühl darstellt.

Es war einmal in Afrika…

…genauer gesagt in Nordafrika. Hier zählen die sogenannten Mahgreb-Staaten zu den entscheidenden Ursprungsgebieten des Berberteppichs. Besonders Lybien, Algerien, Tunesien und Marokko waren Hauptzentren der Entstehung dieser Art. Sie ziehen sich teilweise auch in die Gebiete West-Saharas. Hier gab und gibt es Nomadenvölker, die maßgeblich für diesen Typ des Teppichs verantwortlich sind. Die Lebensart und Geographie spiegeln sich im Berberteppich wider – denn eines ist klar: Der Teppich war nicht nur Ornament, Schmuck oder ein Kulturgegenstand, sondern auch eine Notwendigkeit zum Überleben und daher von hohem Wert. Damit das Bedürfnis nach Schutz vor Wind, Wetter und (Boden-)Kälte erfüllt werden konnte, hatte jeder Stamm eine nicht kleine Menge dieser Bodenbeläge. Wobei: Der Begriff Bodenbelag ist hier nicht ganz treffend. Obwohl der Teppich bei uns in Deutschland auf dem Boden liegt, gibt es (und gab es) natürlich auch Kulturen, bei denen diese Stoffmatte senkrecht an der Wand zu finden ist. Ein gutes modernes Beispiel hierfür ist Russland und Zentralasien.

Wir möchten jedoch in Nordafrika bleiben. Der Name Berber entstammt einem nomadischen bzw. halbnomadischen Wüstenstamm aus dem besagten Gebiet. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um Völker aus den Bergregionen des Hohen Atlas. Interessant ist, dass jede Familie ihre eigene Gestaltung des Teppichs hatte.

Zeitlich gesehen gab es im 20. Jahrhundert langsam deutliche Veränderungen der alten Traditionen. Gerade die Sesshaftigkeit sorgte für einen gewissen Wandel in der Art und Weise der Teppichkultur. Die Teppiche wurden größer und bunter. Dies liegt vor allem daran, dass durch das Niederlassen des Stammes weniger Zeit zum Umherziehen gebraucht wurde. Besonders die Transportfrage war nicht mehr so wichtig. Dementsprechend konnten die Teppiche größer gestaltet werden. Hierbei änderte sich auch die Herstellungsart, die unter der nächsten Überschrift beschrieben wird.  

Herstellungsart

 Klassische und traditionelle Berberteppiche wurden stets im Webverfahren hergestellt. Dafür wurden kleinere Webrahmen benutzt. Man kann sich dies in etwa so vorstellen, dass dieser Webrahmen an der Hüfte einer Person befestigt wurde. Das fertiggewebte Stück aus diesem handlichen Rahmen wurde dann mit anderen Stücken vernäht. So entstand eine große Fläche, die schließlich zu einem Teppich wurde. Übrigens wurden so auch wetterbeständige Decken hergestellt, die ebenfalls ein wichtiger und fester Bestandteil der Wärmeisolierung waren. Im Stamm der Nomaden waren es die Frauen, die die Teppiche in monatelanger Handarbeit webten.

Die Herstellung dieser Art findet bis heute statt und konnte sich im Laufe der Zeit eines technischen Forstschritts nicht entziehen. So ist gerade durch die Sesshaftigkeit vieler Nomadenstämme auch die Technik größer geworden und erleichtert den Herstellungsprozess um einen gewissen Grad. Dennoch folgen die meisten Elemente ganz klar der alten Linie und verzichten nicht auf die Tradition.

Wenn sich bei Berberteppichen die Frage nach dem Material stellt, gibt es im Prinzip nur eine richtige Antwort: Schur- oder Schafswolle. Hierbei liegt es natürlich nahe, dass Schafe als Tiere einen nicht geringen Wert innehatten und dementsprechend auch ein wichtiger Teil des Stammes waren.

 

Stil und Beschaffenheit 

Berberteppiche haben ihren ganz eigenen Charakter und lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:

Der klassische Stil – Diese Art ist stark an den funktionalen Aspekt gebunden. Damals war es sicher noch nicht abzusehen, dass Menschen in Europa und im Rest der Welt eine solche Faszination für diese warmhaltenden Stoffmatten entwickeln. So fallen die klassischen Teppiche in Naturfarben aus. Gerade schwarz und beige waren gängige Töne. Generell findet sich ein breites Spektrum an bräunlichen Farben wieder.

Als Verzierung sind und waren meistens einfache geometrische Formen ein gängiges Element. Muster und Details stellten und stellen in diesem Stil abstrakte Figuren von Tieren oder Blumen dar. Berberteppiche sind schwer, quadratisch und haben oft einen treppenförmigen Abschluss.

Der moderne Stil – Obwohl das Meiste gleichgeblieben ist, so sollte dennoch erwähnt werden, dass der oben erwähnte technologische Fortschritt die Teppiche vor allem bunter gemacht hat. Auf die anderen spezifischen Merkmale – gerade das Material – wird heutzutage sehr viel Wert gelegt und sorgt für große Nachfrage, wenn es um die Einrichtung der eigenen vier Wände geht.

 

 Stilfrage: Wo passt ein Berberteppich am besten rein?

Berberteppiche sind durch ihre Eigenart sehr robust. Gerade die Dicke des fertigen Stoffs sorgt dafür, dass der Teppich in seiner Form und Farbe beständig bleibt. Die Urfunktion des Warmhaltens wird ebenfalls sehr gut umgesetzt. Durch das natürliche Material wird höchste Qualität gewährleistet. Hier muss angemerkt werden, dass gerade Schurwolle einen gewissen Eigengeruch besitzt. Gleichzeitig ist dieser Geruch jedoch ein Garant für Qualität.

Die wichtigste Frage dieses Abschnitts ist sicherlich: Passt ein Berberteppich denn nun in mein Zuhause?

Durch das neutrale Design eignen sich diese Teppiche für nahezu jede Einrichtung. Ein Beispiel: Sie möchten im Schlafzimmer eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Dazu ist es wichtig, dass es ruhig ist. Sie möchten nach dem Aufstehen nicht von einem kalten Boden überrascht werden – hier kommt der Berberteppich ins Spiel. Er sorgt durch sein dickes Material für viel Wärme und dämmt gleichzeitig Geräusche. Ein Allrounder fürs Schlafzimmer also.

Pflege

Ein Teppich wie der Berber spendet viel Komfort. Es ist an der Zeit, ihm etwas wiederzugeben… Keine Angst, der Berberteppich ist relativ stubenrein. Dennoch braucht er ein wenig Pflege, damit er Sie auch weiterhin lange glücklich machen kann. Hier einige Tipps:

Das effektivste Grundmittel, wenn es um Pflege des Teppichs geht, ist das regelmäßige Absaugen. Die Schurwolle hat durch ihre Öle einen gewissen Selbstschutz. Denken Sie dennoch daran, dass der Teppich alles abbekommt, was nach unten fällt. Auch wenn es nicht auf den ersten Blick sichtbar ist: Staub setzt sich hier gerne ab. Saugen Sie regelmäßig und der Teppich wird Ihnen dankbar sein!

Bei Flecken eignen sich bereits einfache Mittel gut. Warmes Wasser und ein weißes Tuch schaffen bereits Abhilfe. Reinigungsmittel auf Chemiebasis sind streng abzuraten, da sie die Wolle angreifen und unwiederbringlich zerstören können!

Wenn Sie einen Teppich bei uns kaufen, kriegen Sie die Dienstleistung der Beratung ebenfalls dazu. Falls zum Beispiel ein Fleck nicht wegzukriegen ist, dann kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne und geben wertvolle Tipps gerade zum Thema Pflege.