Verschleierte Gestalten streifen entlang duftender Gewürze und exotischer Tücher durch den Basar. Ein Teppichhändler bietet seine Waren an wie aus Tausend und einer Nacht: So stellen wir uns den mystischen Orient vor. Mit Flaschengeistern, Emiren und Wesiren und natürlich prächtige Orientteppiche.

Woher kommen aber eigentlich Orientteppiche?

Der Orient als Morgenland ist das Gegenteil zum Okzident als Abendland. Damit haben Europäer seit Jahrhunderten versucht, ihren Kulturraum von “den anderen” abzugrenzen.
Der Orient beschreibt heute vor allem den islamisch geprägten Kulturraum, also ein grob begrenztes Gebiet von Marokko im Westen bis nach Pakistan und Nordindien im Osten.

Orientteppiche bei Verkauf in der Türkei

Orientteppiche wecken Assoziationen zu Basaren, arabischen Teppichhändlern und den Märchen aus Tausend und einer Nacht.

Der Orientteppich wird zwar immer mit arabischer Kunst und Kultur verbunden, aber das stimmt nicht. Es gibt auch gar nicht den einzigen Orientteppich. Menschen aus verschiedenen Kulturen, Ländern und Religionen stellten und stellen Orientteppiche her.

In Europa werden heute aber vor allem arabische, korrekt muslimische Gebetsteppiche als Orientteppich wahrgenommen. Muslime müssen fünfmal täglich beten und dürfen dabei keine Schuhe tragen oder den nackten Boden berühren. Daher war in der Kultur des Islam ein Teppich zum Beten schon immer präsent. Da der Teppich für religiöse Zwecke gebraucht wurde, kam es schnell dazu, dass er verziert und ausgeschmückt wurde. So entstand auch unser heutiges Bild vom Orientteppich.

 

Was sind überhaupt Orientteppiche?

Die berühmten Teppiche, die wir vor allem mit den Geschichten aus Tausend und einer Nacht verbinden, sind dicht gewebte Teppiche aus Schurwolle. Traditionell sind sie handgeknüpft und mit reichen Mustern verziert.

Orientteppiche von Teppich Reinisch

Orientteppiche sind reich verziert und dicht gewebt, was zu ihrer langen Haltbarkeit und ihrem hohem Gewicht beiträgt.

Beispielweise sind in unserem Modell THEKO Nepal ca. 60.000 Knoten pro m² verwebt. Das bedingt eine lange Haltbarkeit des Teppichs und erlaubt atemberaubend feine Musterungen und Farbvariationen.