Welche Tapeten gibt es und was sind Ihre Vorteile?

Von René Reinisch
Einrichtungsidee mit einer Tapete

Schöner Wohnen mit der passenden Tapete

Benötigen Ihre vier Wände einen neuen Look? Dann versuchen Sie es doch mal mit einer Tapete und gönnen Sie Ihrer Wohnung frischen Wind. Anbei haben wir die wichtigsten Punkte in einem kleinen Ratgeber zu dem Thema Tapeten zusammengestellt.

 

Was für Vorteile haben Tapeten?

Es gibt zahlreiche Materialien und Muster – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit eigene Motive auf der Tapete anzubringen und so seinen ganz individuellen Stil in der Wohnung zeigen. Ein weiterer Vorteil ist die leichte Handhabung und dass Tapete nahezu auf jedem Wanduntergrund angebracht werden kann, vorausgesetzt die Fläche ist eben.

Möchten Sie von Zeit zu Zeit Ihre Wand umgestalten, so ist ein weiterer positiver Aspekt, dass Tapeten recht einfach zu entfernen sind. So haben Sie immer wieder die Möglichkeit, Ihrer Wohnung einen neuen Stil zu verpassen.

 

Welche Tapetenarten gibt es?

Da es sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten und Designs gibt, sollten Sie sich erst einmal überlegen, welches Material, welche Struktur und welches Muster Ihre Tapete haben soll. So können Sie die Auswahl der facettenreichen Tapetenangebote schon eingrenzen und die Auswahl des Wunschartikels fällt einfacher.

 

Papiertapete

Dieser Wandbelag besteht entweder aus glatten, geknitterten oder mit Mustern verzierten Papier. Die Tapete ist in farbigen Varianten sowie im klassischen weiß zu erhalten. Allzu oft ist die Papiertapete aber nicht mehr in den deutschen Haushalten zu finden.

 

Raufasertapete

Gibt der Wand durch die eingearbeiteten Holzfasern mehr Struktur und eignet sich besonders gut zum mehrmaligen Überstreichen. Sie haben eine körnige sowie rauere Oberfläche und gelten als besonders robust. Sie gilt als eine der beliebtesten Wandbeläge Deutschlands und wird schon seit 1864 für die Verschönerung von Innenwohnräumen genutzt. Es gibt sie in unterschiedlichen Körnungen, so dass die Struktur stärker oder eher dezenter hervorgehoben werden kann.

 

Strukturtapete

Hierbei handelt es sich um Tapete die durch diverse Herstellungsverfahren ihre typischen Strukturen und Muster bekommt. Sie besteht aus mehreren Papierträgern mit aufgeschäumter Oberfläche. Durch hohen Druck beim Walzen können diverse Muster und Strukturen in die Tapete eingearbeitet werden. Durch diesen Vorgang erhält sie ihre besondere Haptik.

 

Kompaktvinyltapeten

Ihre Oberfläche besteht aus Vinyl. Umgangssprachlich werden sie auch als Kunststofftapete oder PVC-Tapete bezeichnet. Das Trägerpapier wird bei der Herstellung mit einer Vinylbeschichtung versehen und im Nachgang oftmals veredelt, um ihr eine besondere Optik zu verleihen. Die Tapeten gibt es in zahlreichen Designs, Farben, Mustern und Prägungen. Bei der Tapete sollte darauf geachtet werden, ob sie für Feuchträume geeignet ist, da nicht alle Varianten Feuchtigkeit aufnehmen können.

 

Vliestapete

Diese Methode zählt aufgrund ihrer einfachen Handhabung zu den beliebtesten Wandverkleidungen in Deutschland. Die Tapete kann einfach angebracht werden und auch das Entfernen der Tapete gestaltet sich in der Regel als sehr unkompliziert. Der Kleister wird direkt auf der Wand angebracht, dann kommt die Tapete rauf und noch eine weitere Schicht Kleister darüber sorgt für optimalen Halt.

 

Wie werden Tapeten befestigt?

Nachdem es so viele unterschiedliche Tapetenarten gibt, gibt es auch bei der Anbringung der diversen Varianten Unterschiede. Hierbei muss unterschieden werden, ob es sich um eine Tapete mit “Weichzeit” oder ohne handelt. Tapeten ohne Weichzeit können direkt aufgetragen werden und sind meist leichter in der Handhabung.

 

Generell gilt es aber folgende Regeln zu beachten um ein optimales Wandergebnis ohne Spalten, Wulste, Luftblasen oder Falten zu bekommen:

– Alte Tapeten sauber entfernen, es dürfen keine Reste an der Wand sein

– Fenster und Türen geschlossen halten

Tapeten (je nach Herstellerhinweis) ausreichend weichen lassen

– Heizung ausschalten

– Tapeten auf Stoß kleben

– auf die richtigen Abmessungen achten

 

Beim Weichen der Tapete dehnt sich diese durch den feuchten Kleister aus. So misst eine trockene Bahn ca 53 cm, eingekleistert ca 54 cm. Für ein Ergebnis ohne unschöne Spalten muss die Tapete rasch verarbeitet und angebracht werden. Der Kleister muss dafür schneller trocknen als die Tapete und sollte unter Spannung angebracht sowie mit dem Untergrund verbunden werden.

Hierfür wäre es ratsam sich noch ein paar zusätzliche helfende Hände zu suchen, damit die Bahnen mit einer guten Oberflächenspannung angebracht werden können. Werden die obenstehenden Regeln nicht beachtet, kann das dazu führen, dass die Tapete schneller als der Kleister trocknet und sich wieder zusammenzieht. Entweder ergibt das dann unschöne Lücken oder die Bahnen kleben nicht richtig an der Wand bzw. haften nicht. Bitte hier für immer den jeweiligen Herstellerhinweis auf der Packung ihrer Tapete beachten, ob das Material direkt angebracht werden kann oder im Vorfeld mit Kleister bearbeitet werden muss.

Wird die Weichzeit nicht richtig eingehalten, kann es passieren, dass sich das Material an der Wand noch weiter ausdehnt und es zu Falten und unliebsamen Wulsten im Material kommt. Das stört nicht nur die Optik, es ist im Nachhinein auch sehr schwierig zu korrigieren.

 

Für die perfekte Verarbeitung braucht es auch den passenden Kleber für die jeweilige Tapetenart. Hier wird zwischen folgenden Kleistern unterschieden:

Normalkleister – für normale Papiertapeten geeignet

Spezialkleister – für Raufaser, Struktur oder Prägetapeten geeignet

Vliestapetenkleister – für geprägte oder glatte Vliestapeten geeignet

Kraftkleister – kann für alle Tapetenarten verwendet werden

Auch das richtige Werkzeug erleichtert die Anbringung ihrer Wandverkleidung erheblich, da es ganz auf den Untergrund und die bevorzugte Tapetenart ankommt.

 

Wie werden Tapeten richtig gepflegt?

Je nach Hersteller gibt es spezielle Symbole auf den Tapeten, die sowohl über die Reinigungseigenschaften als auch Licht- und Farbbeständigkeit Auskunft geben.
Besonders für die Reinigung sind die Symbole bezüglich der Abwaschbarkeit hilfreich. Diese werden als Wellensymbol dargestellt. Desto mehr Wellen das Symbol aufweist, desto besser lässt sie sich reinigen und ist dementsprechend auch robuster. Ist dazu noch eine Bürste abgebildet, so ist die Wandverzierung sogar scheuerbeständig.

Was muss beim Kauf beachtet werden?

 

Art der Tapete

Zuerst einmal sollten Sie sich Gedanken machen, was die Tapete können sollte, welches Design und welches Material Sie bevorzugen. Es gibt Varianten, die in einem günstigeren Preissegment angesiedelt sind, aber auch veredelte Tapeten, die den Geldbeutel schon mehr belasten können. Möchten Sie die Wandverkleidung nur als Überbrückung? Dann sollte auf eine leichte Entfernungsmöglichkeit geachtet werden. Wie groß sind die Flächen, die bearbeitet werden sollen? Soll die Tapete nur als farblicher Akzent dienen und die Wohnung als Highlight aufwerten?

 

Preis

Es gibt von gut und günstig bis sehr teuer alles – es kommt ganz auf die verwendeten Materialen an. Heutzutage gibt es die Möglichkeit seine Tapeten individuell zu gestalten, oder Wandverzierungen mit edlen Materialien wie Gold oder Lederelementen.

 

Funktionalität

Achten Sie auf die Symbole mit der Lichtbeständigkeit und überprüfen Sie im Vorfeld, wo die Tapete angebracht wird. Bei Mustertapeten gilt des Weiteren zu checken, wie es mit dem Musteranschluss ausschaut, damit die Wand nicht zu unruhig wird und das Design optimal wirken kann.

Gerne beraten wir Sie in unserem Ladenlokal oder telefonisch zu den angesprochenen Themen.