Wie robust sind Berberteppiche?

Von René Reinisch
Heller Berberteppich

Wird ein Teppich häufig benutzt, franzt er leichter aus, wird durchgerieben oder geht einfach kaputt. Es gibt manche Teppiche, die das besser als andere aushalten. Berberteppiche gehören dazu.

Berberteppiche sind eigentlich gar keine Orientteppiche. Es wird vermutet, dass die Bezeichnung ein Marketingtrick eines deutschen Händlers war, um die Teppiche besser verkaufen zu können. Die Berber sind ein Wüstenvolk in den sogenannten Maghreb-Staaten, also Marokko, Algerien, Tunesien etc. Damit sind die islamische geprägten Länder im Westen Afrikas gemeint.

Heller Berberteppich

Berberteppiche sind immer nur leicht gemustert.

Sie sind wetterfest

Im stundenlangen Regen sollte man Berberteppiche natürlich auch nicht stehen lassen, aber die meisten Modelle kommen wesentlich besser mit den Naturgewalten als herkömmliche Teppiche zurecht. Berberteppiche sind aus dicht geknüpften Naturfasern und passen sich an ihre Umgebung an. Viele gute Berberteppiche bestehen aus Schurwolle. Besonders sonniges trockenes Wetter macht ihnen wenig aus. Aufgrund ihrer hellen Färbung bleichen sie auch weniger aus.

Sie sind dick

Aufgrund ihrer Dichte reißen Berberteppiche schlechter. Die große Dicke macht sie außerdem perfekt für kalte Unterlagen, da sie nicht so schnell durchkühlen sobald man auf ihnen steht. So bleiben die Füße länger warm.

Sie sind leicht zu reinigen

Ein guter Tipp ist das Reinigen im Schnee. Einfach mit dem Gesicht nach unten legen und ausklopfen. Der Schnee reinigt den Teppich hervorragend und nimmt den Schmutz direkt auf. Danach lässt man den Teppich einfach etwas trocknen und voila: So gut wie neu.

Berbertippich Nahaufnahme

Ihre dicken und groben Fasern verhelfen Berberteppichen zu ihrer Robustheit.